Ratsfraktion Position 18.03.2026
SPD-Fraktion unterstützt Optimierungsansatz für städtische Büroflächen
Mit einem Änderungsantrag zum Haushalt 2026 will die SPD-Fraktion eine Bestandsaufnahme aller städtischen Büroflächen.
Kurz gesagt
Die Verwaltung soll dem Rat darlegen, welche Büroflächen die Stadt nutzt, was sie kosten und wo sich sparen lässt, etwa durch Desk-Sharing oder das Zusammenlegen von Standorten. Die SPD-Fraktion unterstützt damit das Büroraumkonzept, das die Verwaltung im Haushaltssicherungskonzept bereits angekündigt hat.

Die Stadt Dinslaken steckt in der Haushaltssicherung. Das bedeutet: Jeder Euro wird auf den Prüfstand gestellt – auch bei den eigenen Liegenschaften. Doch wie viel Fläche die Stadtverwaltung tatsächlich nutzt, was sie kostet und ob das wirtschaftlich ist, lässt sich ohne eine systematische Erhebung kaum beurteilen. Dabei gehören Immobilien und Mietkosten zu den größeren Ausgabeposten einer Kommune.
Die SPD-Fraktion hat zur Ratssitzung am 26. März einen Änderungsantrag zum Haushalt 2026 eingebracht, der diesen Prozess anstoßen soll. Die Verwaltung wird gebeten, dem Rat eine belastbare Bestandsaufnahme aller städtischen Büroflächen vorzulegen – eigene Gebäude und Mietobjekte, Kosten, Arbeitsplatzzahlen und Einsparpotentiale.
Ein gemeinsamer Ansatz
Der Ausgangspunkt ist erfreulich: Die Verwaltung hat das Thema selbst erkannt und im Haushaltssicherungskonzept unter Nr. 23 bereits die Erarbeitung eines Büroraumkonzepts angekündigt. Die SPD-Fraktion begrüßt das ausdrücklich. Mit dem Antrag soll dieser Prozess nun mit konkreten Leitfragen unterstützt werden – damit am Ende belastbare Ergebnisse vorliegen, auf deren Basis Rat und Verwaltung gemeinsam entscheiden können.
Welche Bereiche eignen sich für Desk-Sharing, gerade dort, wo Beschäftigte bereits heute teilweise im Homeoffice arbeiten? Wo lassen sich Standorte sinnvoll konsolidieren? Und könnten Arbeitsplätze mit Bürgerkontakt stärker gebündelt werden, damit Bürgerinnen und Bürger künftig weniger Wege haben?
Was andere Kommunen bereits zeigen
Das sind keine theoretischen Fragen. Andere Kommunen und Kreise haben in den vergangenen Jahren gezeigt, dass durch moderne Arbeitsplatzmodelle, Desk-Sharing und die Konsolidierung von Standorten erhebliche Mittel eingespart werden können – ohne den Betrieb einzuschränken. Fachleute schätzen, dass die öffentliche Hand auf diesem Weg bis zu ein Drittel ihrer Büroflächen reduzieren kann. Für eine Stadt in der Haushaltssicherung ist das kein Randthema.
Zuletzt aktualisiert: 18.03.2026


